Da wir von unseren Kunden häufig gefragt werden, wie genau sich die Kosten für ein Kundenmagazin zusammensetzen, möchten wir dies heute in diesem Blogbeitrag einmal näher erläutern und die Kosten detailliert „aufdröseln“.

Attraktive Kundenmagazine haben ihren Preis

Die Produktion eines Heftes

Wer ein Kundenmagazin produzieren möchte, schaut meistens zuerst auf die Druckkosten; auch wenn viele schon angesichts dieser Kosten erschrecken, macht der Druck nur einen Teil der Gesamtsumme aus. Als Beispiel wollen wir im Folgenden ein kleines, 16-seitiges Heftchen kalkulieren, welches den Versandpaketen eines Onlineshops beigelegt werden soll. Es soll durchgehend farbig im Format DIN A5 gestaltet sein (diese Eckdaten können natürlich beliebig geändert werden).

Die Artikel

Text als Kostenfaktor eines Kundenmagazins

Text als Kostenfaktor eines Kundenmagazins

Los geht es mit der Texterstellung. Je nachdem, wie viel und welche redaktionellen Artikel bereits vorliegen, fallen unterschiedlich hohe Kosten an. In den meisten Fällen ist zum Glück schon eine solide Content-Basis vorhanden, aus der man mit relativ geringem Aufwand schöne Printartikel machen kann. Natürlich sollten aber beispielsweise Blogeinträge nicht eins zu eins übernommen werden. So ist in den meisten Fällen immer etwas Nacharbeit erforderlich. Eine gewisse Grundmenge Text wird zudem immer neu erstellt werden müssen, andernfalls wirkt das Heft „unrund“ und entwickelt den Charakter eines Werbeblattes.

Was kostet der Text?

Für einfache Textaufträge und Schreibarbeiten werden in der Branche üblicherweise Wortpreise verwendet. Bei einem einfachen Text liegt der Preis bei 3 bis 5 Cent pro Wort. Solche Texte werden typischerweise auf Textportalen gehandelt, so zum Beispiel auf Content.de oder Textbroker.de. Wer schon einmal einen solchen Text bestellt und korrigiert hat, weiß vermutlich auch, dass die Qualität solcher Texte von „gerade noch brauchbar“ bis hin zu „reif für die Mülltonne“ reicht. Da die Autoren und Autorinnen bei einem derart niedrigen Wortpreis kaum Zeit für eine Recherche haben, werden die Artikel meist am Stück und möglichst schnell heruntergeschrieben. Natürlich kann man auch Glück haben und einen guten Texter erwischen; dies ist jedoch eher die Ausnahme – auf einen guten Artikel kommen nach unserer Erfahrung etwa vier schlechte.

Texte von Fachredakteuren

Für ein hochwertiges Kundenmagazin ist es daher sinnvoller, Texte gleich von Fachredakteuren erstellen zu lassen, die mit dem Thema vertraut sind. Solche Texte sind mit knapp zehn Cent pro Wort zwar auch deutlich teurer, man kann sie aber guten Gewissens später auch noch als frischen Content für die Internetseite oder in Social Networks weiterverwenden. Umgekehrt geht das leider nicht immer so leicht: Aus schlichten Facebook-Statusmeldungen kann man keine sinnvoll strukturierten Artikel machen, jedenfalls dann nicht, wenn das Kundenmagazin im Stile klassischer Zeitschriften aufgemacht sein soll. In der Praxis hat sich auch gezeigt, dass Texte von der Webseite oder aus Broschüren vorher zumindest noch einmal überarbeitet werden müssen, um das Gefühl eines hochwertigen Artikels zu vermitteln und ins Gesamtkonzept „Kundenmagazin“ zu passen. Diese Leistung sollte ebenfalls von erfahrenen Redakteurinnen oder Redakteuren erbracht werden.

Gehen wir davon aus, dass in unserem Beispiel-Magazin 6 von 16 Seiten komplett neu geschrieben werden sollen. Weitere sechs Seiten sollen aus vorhandenem Content ins Kundenmagazin überführt werden. Die restlichen Seiten enthalten entweder weniger bzw. gar keinen Text oder werden mit Eigenanzeigen bestückt. Eine normale DIN-A5-Seite enthält zwischen 300 und 500 Wörtern, so dass die ersten sechs Seiten mit annähernd 240 Euro zu Buche schlagen. Die nächsten sechs Seiten (die mit den Anpassungsarbeiten) kosten ungefähr 150 Euro und die dann noch verbleibenden knapp 60 Euro (hierunter fällt auch der Titel des Magazins).

Kosten für die Redaktion: 450 Euro

Layout und Gestaltung

Das Layout sollte harmonisch und auffallend zugleich sein

Das Layout ist eine oft unterschätzte Kunst, deren Einfluss auf das Magazin immens ist

Kommen wir zur Königsdisziplin des Kundenmagazins, der Gestaltung. Mindestens ebenso wichtig wie der Inhalt ist der optische Gesamteindruck, und dieser wird vor allem durch das Layout bestimmt. Sind die Bilder ansprechend? Ist die Typografie angenehm gewählt? Ergeben Texte, Bilder und Farben ein harmonisches Ganzes? Damit der Kunde diese Fragen mit „Ja“ beantwortet und das Heft überhaupt in die Hand nimmt, ist eine Menge Vorarbeit und Feintuning nötig.

Hier bei Gögelein-Medien erstellen wir aus diesem Grund zunächst mindestens zwei, in der Regel aber drei oder mehr Design-Vorschläge. Aus diesen Basisentwürfen wählt der Kunde seinen Favoriten, auf den wir aufbauen und dessen Layout wir dann verfeinern und nach den Wünschen des Kunden perfektionieren. Dies ist ein ständiger Prozess, der auch während und nach der Fertigstellung des Heftes andauert.

Weil es dabei primär um die Gestaltung des Gesamteindrucks geht, spielt die Größe der Seite für das Layout eine eher untergeordnete Rolle. Pro Heftseite sind dafür inklusive aller Korrekturschleifen ca. 80 bis 100 Euro nötig. Dieser Betrag mag auf den ersten Blick recht hoch anmuten; es sind darin aber auch sämtliche versteckte Kosten wie die Lizenz für Layoutprogramme oder die Umwandlung von RGB-Bildern ins CMYK-Farbmodell enthalten. Erscheint das Kundenmagazin regelmäßig und nach denselben Vorlagen, können die Layoutkosten aber zum Teil deutlich gesenkt werden.

Für unser neues Beispiel-Kundenmagazin gehen wir zunächst vom schlechtesten Fall aus und müssen so mit 1.600 Euro kalkulieren.

Kosten fürs Layout: 1.600 Euro

Bilder, Fotos und Grafiken

Druckfarben (CMYK) sind keine Bildschirmfarben (RGB)

Für den Magazindruck wird ein anderes Farbmodell (CMYK) verwendet als bei Computerbildschirmen (RGB)

Wer Produkte erzeugt oder verkauft und ein Kundenmagazin erstellen möchte, verfügt in der Regel über eine ganze Reihe eigener Bilder. Diese müssen – wie oben erwähnt – vom RGB– ins CMYK-Modell umgewandelt werden, können ansonsten aber ohne Einschränkungen verwendet werden. Wichtig ist es allerdings, dass alle Lizenzen gültig sind und die Bilder auch rechtmäßig verwendet werden dürfen. Sind beispielsweise Personen auf dem Foto erkennbar, die nicht zum Unternehmen gehören, so wird in der Regel ein unterschriebenes „Model-Release“ benötigt. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer bildrechtlicher Fragen, die gegebenenfalls vor dem Druck geklärt werden sollten. Wir können dabei auf eine mehr als 17 Jahre lange Erfahrung im Presse- und insbesondere Internetrecht zurückgreifen.

Zur Auflockerung des Inhaltes (oder um in rechtlichen Grenzfällen auf der sicheren Seite zu sein) wird gerne auf Bildmaterial von Agenturen zurückgegriffen. Dies kostet je nach Preisstufe und Verwendungszweck von einem bis zu mehreren hundert Euro; üblich sind aber 20 bis 30 Euro pro Bild. Bei uns werden die Fotos, die zur Illustration verwendet werden, übrigens nicht berechnet, da wir diese aus unseren laufenden Abos beziehen.

Kosten für Bilder: 0 Euro

Lektoratskosten

Auch wenn der Text noch so gut ist, können (und werden) sich Tippfehler einschleichen. Außerdem ist es hilfreich, wenn ein unbeteiligtes Augenpaar das komplette Produkt am Stück zur Korrektur vorliegen hat. Oft fallen dann noch kleinere Fehler auf, etwa falsche Seitenzahlangaben oder Inkonsistenzen in Layout beziehungsweise Text.

Aus diesen Gründen sollte das Kundenmagazin in jedem Fall vor der Drucklegung von einem erfahrenen Lektorat korrigiert werden. Die Kosten für das Lektorat hängen direkt von der Textmenge ab und liegen bei unserem Beispielheft bei zirka zehn Euro pro Seite.

Kosten fürs Lektorat: 160 Euro

Druckkosten bei einem Kundenmagazin

Welches Papier? Welches Format? Offset- oder Digitaldruck? Diese Fragen sollten vor dem Druck des Magazins geklärt werden

Welches Papier? Welches Format? Offset- oder Digitaldruck? Diese Fragen sollten vor dem Druck des Magazins geklärt werden

PDF erstellen, an eine Online-Druckerei schicken und warten, bis die fertigen Hefte eintreffen – was so bei Flyern funktionieren mag, ist für die meisten Kundenmagazine leider keine Option.

Bei komplexeren Printprodukten sollte unter anderem sichergestellt werden, dass die fertigen PDF-Seiten richtig ausgeschossen sind, dass die Farben in den CMYK-Farbraum konvertiert wurden und dass die richtigen Druckparameter angewendet werden. Je nach Heft gibt es dabei große Unterschiede. Ab einer gewissen Seitenzahl ist zum Beispiel die beliebte und preiswerte Klammerheftung nicht mehr geeignet. Ein anderes Beispiel ist das Papier, das bei falscher PDF-Erstellung unschön unter einer Vollfarbe durchblitzen kann.

Zudem ist der Digitaldruck, den die meisten Onlinedruckereien anbieten, nicht immer der günstigste. Gerade bei größeren Auflagen fährt man mit dem (Rollen-)Offsetdruck teilweise wesentlich besser. Dabei sollte man jedoch großzügige Vorlaufzeiten für die Papierbestellung und die Produktion einkalkulieren. Die Entscheidung für Offset- oder Digitaldruck sollte möglichst früh fallen, da sich in der Produktion teilweise kurios anmutende Differenzen ergeben. So kann es vorkommen, dass ein 96-seitiger Innenteil kaum teurer ist als ein 88-seitiger Innenteil. Je früher also die finalen Eckdaten bekannt sind, desto besser.

Der Druck unseres Beispiel-Magazins mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren kostet annähernd 1.300 Euro.

Kosten für den RDruck: 1.300 Euro

Sonstige Kosten

Die fünf genannten Faktoren sind die grundlegenden bei der Kalkulation eines Kundenmagazins. Daneben fallen aber auch noch ein paar kleinere Ausgaben an, etwa für den Transport der Hefte oder laufende Kosten, zu denen neben den IT- und Lizenzkosten alle übrigen Betriebsausgaben wie Strom oder Miete gehören. Und schließlich soll der Betrieb bei aller Freude an der Arbeit auch noch ein wenig Gewinn erwirtschaften. Wir setzen diesen Betrag inklusive aller Positionen mit 450 Euro an.

Kosten für übrige Ausgaben: 450 Euro

Und was kostet das Magazin nun?

Kommen wir zu Endabrechnung. Hier noch einmal alle Positionen im Überblick:

  • Text: 450 Euro
  • Layout: 1.600 Euro
  • Bilder: 0 Euro
  • Lektorat: 160 Euro
  • Druck: 1.300 Euro
  • Sonstige: 450 Euro

Die Summe aller Einzelpositionen beläuft sich in unserem Beispiel auf 3960 Euro (netto) für die Ersterstellung. Bei einer Auflage von 10.000 Stück ergibt das einen Preis pro Heft von etwas mehr als 39 Cent. Dieser Preis lässt sich noch deutlich reduzieren. Bei einer Auflage von 50.000 Heften würde dieser auf annähernd 14 Cent pro Heft schrumpfen. Dies ist weniger als manche Gummibären, die von vielen Versendern beigelegt werden!

Die Kosten sinken auch mit den Folgemagazinen; eine zweite Ausgabe würde aufgrund des bestehenden Layouts deutlich preiswerter werden.

Die Heftproduktion in grafischer Form

Zum Schluss noch einmal die Illustration der Kosten je nach Auflage:

2015-03-05 19_23_46-Mappe1 - Excel

2015-03-05 19_24_09-Mappe1 - Excel

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Kategorien: Blog, Kundenmagazine

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